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Museen und Kunstausstellungen stärken den Kultur- und Tourismusstandort Hamburg

Das Bucerius Kunst Forum hat im Frühjahr 2013, mit Beginn der Giacometti-Schauen im eigenen Haus und in der Kunsthalle eine kontinuierliche Besucherbefragung gestartet. Die nun veröffentlichten ersten Zwischenergebnisse untermauern die Bedeutung der Museums- und Kunstangebote für den Kulturstandort Hamburg.

Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Das Bucerius Kunst Forum (BKF) zählte 86.000 Besucher in der Ausstellung „Alberto Giacometti. Begegnungen“. Zu der Partnerschau „Giacometti. Spielfelder“ der Hamburger Kunsthalle kamen 100.000 Gäste. Die Besucher des BKF waren zu 43 Prozent Stammgäste, die mindestens zweimal im Jahr dort hingehen. 27 Prozent der Befragten gaben an, Gelegenheitsbesucher zu sein und mehr als ein Viertel (29 Prozent) waren Erstbesucher. Diese enorm hohe Zahl der Erstbesucher zeige, dass sich mit großen Ausstellungsprojekten Menschen erreichen lassen, die sonst nicht kommen würden, sagte Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums während der Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse der Besucherbefragung 2013 und des Jahresprogramms 2014/2015. Zwei Drittel der Befragten hatten sogar die Giacometti-Schau in der Kunsthalle bereits gesehen oder planten den Besuch beider Ausstellungen.

Hohe Attraktivität für Gäste von außerhalb

Mehr als die Hälfte (durchschnittlich 56 Prozent) der Kunstinteressierten kamen von außerhalb in die Hansestadt. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass die Ausstellung der Grund des Hamburg-Aufenthalts sei. In den Monaten April/Mai – zum Ende des Ausstellungszeitraums – reisten sogar 70 Prozent der Besucher von außerhalb an. 15 Prozent der Gäste kamen aus der Metropolregion bzw. einem Umkreis von 250 Kilometern, so Hoffmann.

Beachtliche regionalwirtschaftliche Aspekte

Dabei füllen die Gäste nicht nur die Kassen der Ausstellungshäuser. Etwa 8.000 Hotelübernachtungen und Ausgaben in Höhe von vier Millionen im Raum Hamburg habe die Ausstellung des BKF ausgelöst, erläuterte Hoffmann. Diese Zahlen seien insbesondere auch im Vergleich mit der Ausstellung „Caspar David Friedrich. Die Erfindung der Romantik“ im Winter 2006/2007 erstaunlich. Die damalige Ausstellung, über ein umfassendes Kulturmarketing erfolgreich vermarktet, wurde als „Kulturereignis mit beachtlichem Wirtschafts- und Imagefaktor für die Hansestadt“ bewertet. 325.000 Gäste der Caspar-David-Friedrich-Schau zählte die Hamburg Kunsthalle. Laut einer Markforschungsanalyse, die die Kunsthalle damals durchführen ließ, generierte die Ausstellung 8,4 Millionen Euro zusätzlicher Ausgaben durch Tages- und Übernachtungsgäste in der Hansestadt.

Etwa 75 Prozent der Besucher reisten im Ausstellungswinter 2006/2007 von außerhalb an, um die Kunsthalle zu besuchen. 51 Prozent der Befragten übernachteten damals in Hamburg und bleiben im Durchschnitt 2,2 Nächte. Zum Vergleich: Zur Giacometti-Ausstellung im BKF übernachteten 52 Prozent der Gäste in Hamburg und blieben durchschnittlich 3,5 Nächte. Im Vergleich beider Ausstellungen kam prozentual ein größerer Anteil Kulturinteressierter wegen der Caspar-David-Friedrich-Schau nach Hamburg. Allerdings gab nur ein Drittel damals die Ausstellung als alleinigen Anlass der Reise an. Bei Giacometti waren es die bereits erwähnten 55 Prozent der Besucher.

Appell zur Unterstützung des Museumsstandorts Hamburg

Nach den aktuellen Erhebungen erreichte die Besucherzahl der Giacometti-Ausstellung im BKF weniger als ein Drittel der Besucherzahl der Caspar-David-Friedrich-Ausstellung. Jedoch erzielte sie etwa die Hälfte der Gesamtausgaben. Andreas Hoffmann bewertet dies als „ermutigende Zahlen für den Kulturstandort Hamburg und die Museums- und Kulturlandschaft“. Auch seien die Zahlen ein deutliches Signal, ja die Aufforderung, den Museumsstandort zu unterstützen.

Der Beitrag ist am 6. August 2013 im regionalen Online-Nachrichtenportal hamburg.business-on.de erschienen.

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